KoMoDo Projekt Berlin – Zustellung mit Lastenfahrrädern

Am 30. Mai 2018 gab es die Pressekonferenz zum KoMoDo Projekt in Berlin. Wir freuen uns darüber, für Parcel Line Logistik, einen Dienstleister für UPS, das Lastenfahrrad liefern zu dürfen. Das Fahrrad ist mit einem stabilem Dach ausgestattet, so dass die Fahrer auch bei schlechten Wetterbedingungen fahren können. Dazu kommt die Elektrounterstützung.

Komodo Projekt Berlin UPS Lastenfahrrad
UPS Lastenfahrrad Cargobike in Berlin

Über das KoMoDo Projekt Berlin

Wer kennt das nicht, man bestellt was im Internet und bekommt auch gleich eine Lieferzusage. Leider lässt die bestellte Ware auf sich warten, weil der Versanddienstleister im Stau steht und es kein vorwärts gibt. Berlin startet jetzt ein bundesweit einmaliges Projekt und will den Versand von Paketen stadtfreundlicher gestalten. Mitten in Berlin – am Prenzlauer Berg – entsteht ein neues Depot. Die Waren werden per LKW dorthin gebracht und dann mit Lastenfahrräder an den Kunden weiterbefördert.

Lastenfahrräder für die Zustellung von Paketen

Gerade in engen Straßen und verkehrsberuhigten Zonen muss man sich jetzt nicht mehr über den Gestank von Dieselfahrzeugen ärgern, die gleichzeitig auch für Staus sorgen. Vielmehr sollen jetzt Lastenfahrräder eingesetzt werden. Die Berliner Verkehrssenatorin setzt sich für ein neues Konzept ein und traf sich mit dem europäischen Verband für Fahrradlogistik (ECLF), damit der Startschuss für das Projekt fallen konnte. Gefördert wird das Komodo Projekt Berlin mit rund 400.000 Euro vom Bundesumweltministerium. Am Projekt beteiligen sich die größten bekannten Dienstleister für den Paketversand: DHL, DPD, GLS, UPS und Hermes. Für das Modellprojekt hat sich auch der Verkehrs-Staatssekretär eingesetzt.

Warum gerade Prenzlauer Berg?

Der Prenzlauer Berg ist die Wendeschleife der Straßenbahn am Mauerpark. Hier leben in einem Umkreis von ca. 5 km rund 800.000 Menschen. Also Grund genug das Projekt hier anzusiedeln. Verantwortlich für die Durchführung ist die Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft (Behala). Berlin dient hier nur als Modell-Projekt. Dieses Projekt ist in jeder anderen Region ebenfalls möglich und sollte bald Schule machen.

Wann war der Startschuss des KoMoDo Projektes Berlin?

Projektstart war der 1. Juni 2018. ab diesem Datum werden täglich zahlreiche Paket-, Express- und Kuriersendungen dort angeliefert und anschließend abgas- und lärmfrei an die Kunden im Umkreis ausgeliefert. Jeder Paketdienstleister, der beim Projekt mitmacht, bekommt eine Art Mikro-Depot, welches aus einem 20-Fuß-Container besteht. Von dort kann er die Sendungen in firmeneigene Lastenfahrräder umladen und ausliefern.

Wie kann das Projekt sinnvoll ergänzt werden?

Natürlich wurde im Rahmen des Modell-Projekts auch darüber nachgedacht, ob man die täglichen Lieferungen ebenfalls abgasfrei zum Umschlagsplatz transportieren könne. Erste Ideen sind schon vorhanden. Die Rede ist hier von einer Güterstraßenbahn, so die Sprecherin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Sie betont ausdrücklich, wenn ein Logistikunternehmen diese Idee mit aufgreife, dann wird weiter an der Idee gearbeitet, damit diese umgesetzt werden kann.

Zuschüsse für Lastenfahrräder

Die Paketdienstleister bleiben nicht auf den Kosten für die Lastenfahrräder sitzen, so die Senatorin. Der Senat will die Anschaffung solcher Fahrräder fördern. Dazu konnten bereits ab Mitte Mai entsprechende Anträge gestellt werden. Für das Jahr 2018 stehen rund 200.000 Euro zur Verfügung. Der Senat gibt für ein elektrisches Lastenfahrrad bis zu 1.000 Euro hinzu. Für ein Modell ohne Motor sind es bis zu 500 Euro. Ab 2019 stehen dann rund 500.000 Euro als Fördersumme zur Verfügung.

UPDATE Mai 2019

Über 11 Tonnen CO2 konnten innerhalb von einem Jahr mit dem Projekt „Komodo“ eingespart werden, und ziemlich viele „zweite Reihe Parker“.

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