Lastenrad Förderung

Lastenrad-Förderung: Übersicht der Kaufprämien

Durch Lastenräder und E-Lastenräder können die Straßen nicht nur sauberer, sondern auch sicherer werden. In zahlreichen Bundesländern gibt es Förderprogramme für den Kauf von Lastenrädern und E-Lastenrädern, die sowohl für Privatpersonen wie auch Kommunen und Unternehmen einen großen Anreiz zum Umstieg darstellen. Sowohl in Deutschland wie auch in der Schweiz und in Österreich gibt es eine Vielzahl von Förderprogrammen. Wir sind dir beim Antrag eines deiner Lastenrad-Förderung gerne behilflich. Wir beraten dich gerne zu den verschiedenen Förderrichtlinien in deinem Bundesland oder deiner Kommune. Die untenstehenden Programme stellen einen Auszug von Bundesländern und Kommunen dar. Nutze für eine Förderanfrage unser Kontaktformular und hinterlasse deine E-Mail-Adresse.

Lastenrad-Kaufprämien-Übersicht:

    1. Gewerbliche Förderung über den Bund / BAFA
    2. Förderprogramme der Bundesländer und Kommunen:

1. Lastenrad-Förderprogramm des Bundes (nur für Firmen)

Mehr Infos dazu auch auf unserem detaillierten Blogbeitrag: Bis zum 2500 € Kaufprämie für Lastenfahrräder.

Bereits im März 2018 trat die Kleinserien-Richtlinie des Bundesumweltministeriums in Kraft. Diese besagt, dass gewerblich genutzte Lastenräder mit einem Zuschuss von 30 % beziehungsweise einer Summe von höchstens 2.500 € subventioniert werden.

Welche Lastenfahrräder sind antragsberechtigt und wo kann der Antrag gestellt werden?

Gefördert werden folgende Varianten von Lastenfahrrädern:

  • Elektrisch angetriebene Lastenfahrräder
  • Lastenanhänger mit elektrischer Antriebsunterstützung
  • Gespanne aus Lastenfahrrad und Lastenanhänger. Hier muss mindestens ein Bestandteil über eine elektrische Antriebsunterstützung verfügen

Die E-Lastenfahrräder und -anhänger müssen eine Nutzlast von mindestens 150 kg und ein Mindest-Transportvolumen von 1 Kubikmeter haben. Gespanne, die einen nicht-motorisierten Teil haben müssen ein Gesamttransportvolumen von mindestens 1 Kubikmeter haben.

Hingegen werden folgende Varianten nicht gefördert:

  • Elektrisch angetriebene Fahrräder und Anhänger, die in erster Linie für den Personentransport genutzt werden (Rikschas)
  • Elektrisch angetriebene Fahrräder und Anhänger, deren Transportfläche als Verkaufsfläche oder für Verkaufsaufbauten genutzt wird
  • Gebrauchte Schwerlastfahrräder oder Lastenanhänger
  • Neue Lastenfahrräder oder Anhänger mit überwiegend gebrauchten Bauteilen
  • Prototypen

Zu den antragsberechtigten Personen, Unternehmen und Kommunen für die Lastenrad-Förderung zählen:

  • Private Unternehmen unabhängig von der Rechtsform
  • Genossenschaften
  • Freiberuflich Tätige
  • Unternehmen mit kommunaler Beteiligung
  • Öffentliche, gemeinnützige und religions-gemeinschaftliche Hochschulen außer Volkshochschulen
  • Forschungseinrichtungen
  • Krankenhäuser und deren Träger
  • Kommunen (Städte, Gemeinden, Landkreise)

Der Antrag dafür kann beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Eschborn/Hessen gestellt werden.

Zu beachten gilt, dass folgende Unternehmen nicht antragsberechtigt sind:

  • Unternehmen, die bereits eine Förderung für 100 elektrisch betriebene Lastenfahrräder, Schwerlastfahrräder im Sinne der Kleinserien-Richtlinie erhalten haben
  • Unternehmen, die in den letzten drei Steuerjahren ‚De-minimis‘-Beihilfen von insgesamt 200.000 Euro erhalten haben
  • Unternehmen, die einer Rückforderungsanordnung aufgrund eines früheren Beschlusses der EU-Kommission nicht nachgekommen sind
  • Unternehmen, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet wurde.

Weitere Informationen zur Lastenrad-Förderung

Die Förderung wird als Projektförderung eingestuft. Sie wird als Form der Anteils- bzw. Festbetragsfinanzierung gewährt und gilt nicht als rückzahlbarer Zuschuss.

Für die maximale Förderhöhe werden alle projektbezogenen angefallenen Ausgaben innerhalb des Bewilligungszeitraums herangezogen. Unternehmen und Kommunen, die vorsteuerabzugsberechtigt sind, können nur die Nettobeträge ansetzen.

Als Fördersatz gelten 30 % der Anschaffungskosten, welche jedoch maximal auf 2.500 € begrenzt sind.

Ausgaben, die außerhalb des Bewilligungszeitraums angefallen sind, sind nicht förderfähig. Hierzu gehören unter anderem Finanzierungsraten, die außerhalb des Bewilligungszeitraums liegen.

Anträge sind rückwirkend bis zum 29. November 2017 förderberechtigt.

Cargobike Förderung
Staatliche Zuschüsse für gewerbliche Cargobikes

2. Auszug der verschiedenen Lastenrad-Förderungen der Bundesländer (für Privat und Firmen)

#moinzukunft in Hamburg

(Update Febr. 2020: Fördertopf aufgebraucht, aber ab 1.4.2020 gibt es wieder 700.000 € Fördervolumen)

Mit dem Programm #moinzukunft nimmt Hamburg eine pole position ein. Seit dem 15.10.2019 bis zum 31.12.2021 werden private und gewerbliche Neuanschaffungen von Lastenrädern mit oder ohne Pedelec-Antrieb als auch Lastenanhänger mit 33% gefördert. Im Detail erhalten Lastenräder mit E-Antrieb maximal 2000 Euro und Cargobikes ohne Antrieb sowie Anhänger bis zu 500 Euro Zuschuss. Bei Anschaffung eines E-Lastenrades und gleichzeitiger Verschrottung eines PKW´s gibts einen Abwrackbonus von 500 Euro on top.

Ob als Vereins-, Gewerbe-, Firmen- oder Privatrad ist dabei unerheblich. Wichtig ist nur, dass ihr den Erstwohnsitz in Hamburg habt und der Antrag auf Lastenrad-Förderung vor der Anschaffung gestellt wird.

Weitere Informationen

Lastenradförderung Bayern

Kommunal: München

Seit dem 01.01.2020 können in München Privatpersonen, Unternehmen, gemeinnützige Organisationen und Wohnungseigentümergemeinschaften eine Lastenrad-Förderung mit 25% der Nettokosten bis maximal 1.000 Euro erhalten. Inkludiert sind zwei- als auch dreirädrige Elektroleichtfahrzeuge und Lastenpedelecs. Beratungsleistungen für Elektromobilität werden mit 80% bis höchstens 6.000 Euro durch die Stadt München gefördert.

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Kommunal: Regensburg

In Regensburg werden Pedelecs mit bis zu 600 Euro für gewerbliche Antragsteller bezuschusst. Lastenfahrräder erhalten eine Förderung für von bis zu 400 Euro und Fahrradanhänger 150 Euro, Lastenpedelecs bis zu 1000 Euro. Antragsberechtigt sind Privatpersonen und Gewerbetreibende gleichermaßen. Die Förderung kann bis zu 25% des Netto-Kaufpreises bzw. 25% der Netto-Leasingkosten betragen. Förderanträge werden ausschließlich auf postalischem Wege vor Kauf entgegengenommen.

Weitere Informationen

Zuschüsse für Cargobikes in Baden-Württemberg

Lastenanhänger mit E-Antrieb und Cargobikes werden seit dem 01.09.2018 mit 30%, maximal 3000 Euro bezuschusst. Berechtigt zur Antragstellung sind Unternehmen, privatrechtliche Körperschaften, Freiberufler und Vereine.

Weitere Informationen

Kommunal: Stuttgart

In Stuttgart (Baden-Württemberg) werden insbesondere E-Lastenräder für Familien gefördert, um die angespannte Verkehrssituation auf den Straßen zu entspannen. Familien und Alleinerziehende mit mindestens einem Kind erhalten dabei bis zu 1.500 Euro. Seit 2020 gibt es 1.000 Euro als sofortige Lastenrad-Förderung. Nach drei Jahren der Nutzung des Cargobikes  werden 500 Euro als sog. Nachhaltigkeitsbonus gezahlt, wenn in diesem Zeitraum kein PKW in diesem Haushalt angemeldet war. Ab 2021 vermindert sich die Lastenrad-Förderung auf 800 Euro zuzüglich des 500 Euro-Bonus.

Weitere Informationen

 

Landesebene: Lastenrad-Förderung Nordrhein-Westfalen (NRW)

Seit dem 01.10.2018 bis zum 30.09.2023 erhalten Kommunen und kommunale Betriebe ohne wirtschaftliche Tätigkeit hier einen Zuschuss von 60% (max. 4200 Euro). Ausschlaggebend für die Bewilligung ist hier der Wohnsitz in einer der 28 Kommunen mit NOx-Grenzwertüberschreitungen.

Unternehmen erhalten 30% (max. 2100 Euro) und Privatpersonen 30% mit einer Deckelung von maximal 1000 Euro.

Weitere Informationen

Saarland

Kommunale Unternehmen und Gebietskörperschaften werden bis zum 31.12.2020 bei der Anschaffung von Cargobikes mit Pedelec-Antrieb mit 50% (maximal 2000 Euro) unterstützt.

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Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt wird der Neuerwerb von Lastenrädern sowie Lastenpedelecs (Lastenfahrrad mit E-Antrieb) durch Privatpersonen, KMUs, Vereine, Kommunen und Verbänder gefördert. Dabei muss das Lastenrad eine Zuladung von mindestens 40 kg haben. Für eine Lastenrad-Förderung in Sachsen-Anhalt darf auch hier noch nicht mit der Beschaffung begonnen worden sein und die Neuanschaffung muss anschließend auch in Sachsen-Anhalt genutzt werden, um einen Beitrag zur Verbesserung der Lebens-, Umfeld- und Umweltqualität im Bundesland beizutragen. Privatpersonen erhalten bis zu 1.500 Euro Zuschuss. KMUs, Verbände, Vereine und Kommunen können eine Förderung von bis zu 50 v. H. erhalten, jedoch nicht mehr als 1.500 Euro je Lastenrad. Die Förderung kann für höchstens 10 Lastenfahrräder beantragt werden. Bei 500 Euro liegt die Bagatellgrenze, soll heißen der Antrag mindestens muss über diesem Betrag liegen.

Weitere Informationen

Förderungen für Lastenräder in Berlin

Privatpersonen, Gewerbetreibende und Freiberufler erhalten in Berlin maximal 500 Euro für ein Lastenfahrrad und maximal 1000 Euro für ein E-Lastenfahrrad. Anträge könnt ihr bei der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Berlin einreichen. Allerdings werden erst 2020 wieder neue Anträge bewilligt. Die Fördersumme von 500.000 Euro soll jedes Jahr fortgeschrieben werden.

3. Kommunale Lastenrad-Subvention

Mit Programmen in Aachen, Bad Neuenahr-Ahrweiler, dem Landkreis Bamberg, der Stadt Celle, Karlsruhe und München existieren auf kommunaler Ebene diverse Initiativen zur Förderung des täglichen Lieferverkehrs auf der sog. letzten Meile mit Cargobikes. Aber auch als Privatperson könnt ihr die Vorteile eines Lastenrades nutzen und dafür hohe kommunale Förderungen zwischen 10% bis hin zu 50% beim Kauf eines Lastenbikes in Anspruch nehmen. Die Fördersumme in Hannover ist leider schon komplett verbraucht (Stand Dez. 2019). Laut Mail von der Region Hannover soll es wohl ab Mai etwas Geld von der Sparkasse geben, allerdings sind noch viele auf der Warteliste… Ob noch Geld für die Förderung eines Lastenfahrrad-Kaufs in Hannover übrig bleibt, ist ungewiss.

Die Vorteile eines Lastenfahrrads für Privatpersonen

Bei vielen Privatpersonen dient das Lastenfahrrad als Zweitwagenersatz und bietet eine Reihe von Vorteilen.

  • Budgetschonung – Zumeist ist das Lastenfahrrad in den Unterhalts- und Alltagskosten günstiger als ein zweites Auto, denn es fallen keine Kosten für Benzin, Parkgebühren und die Autoversicherung an.
  • Praktikabel – Innerhalb der Stadt ist man mit einem Lastenfahrrad meist schneller als mit einem Auto. Durch einen E-Antrieb wird die Fahrt bei voller Beladung oder bergauf erleichtert.
  • Spaß & Fitness – Dank der täglichen Nutzung des Lastenfahrrades verbringt man viel Zeit an der frischen Luft. Des Weiteren wird die Fitness verbessert.

Hinweis:

Alle Angaben in diesem Artikel sind ohne Gewähr. Weitere offizielle Informationen bekommst du auf der Seite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in Eschborn. Bei einer Förderung im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative wird die Inanspruchnahme von anderen Fördermitteln für dieselbe Maßnahme grundsätzlich ausgeschlossen.

Gerne beraten wir zur Förderrichtlinie in deiner Umgebung/Kommune.

Hinterlasse Deine E-Mail hier im Kontaktformular: Förderanfrage

 

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