Lastenrad-Förderung: Übersicht der Kaufprämien

Durch Lastenräder und E-Lastenräder können die Straßen nicht nur sauberer, sondern auch sicherer werden. In zahlreichen Bundesländern gibt es Förderprogramme für den Kauf von Lastenrädern und E-Lastenrädern, die sowohl für Privatpersonen wie auch Kommunen und Unternehmen einen großen Anreiz zum Umstieg darstellen. Sowohl in Deutschland wie auch in der Schweiz und in Österreich gibt es eine Vielzahl von Förderprogrammen. Wir sind dir beim Antrag deiner Lastenrad-Förderung gerne behilflich. Nutze für eine Förderanfrage unser Kontaktformular.

Lastenrad-Kaufprämien-Übersicht:

    1. E-Lastenrad Förderung bundesweit
      Gewerbliche Förderung über den Bund / BAFA
      „Förderprogramm Barrierefreiheit für alle“ von Aktion Mensch
    2. Förderprogramme der Bundesländer und Kommunen:

1. E-Lastenrad Förderung bundesweit 

1.1 Gewerbliche Förderung über den Bund

Ab dem 01.03.2021 wird der Kauf von gewerblichen Lastenfahrrädern und Lastenanhängern mit elektrischer Antriebsunterstützung mit einer Prämie von 25%, max. aber 2.500€ bezuschusst.

Welche Lastenräder sind förderfähig?

E-Lastenfahrräder sowie E-Lastenfahrradanhänger die:

  • fabrikneu und serienmäßig sind,
  • eine Nutzlast von min. 120kg aufweisen sowie
  • Transportmöglichkeiten aufweisen, die unlösbar mit dem Fahrrad verbunden sind und ein höheres Transportvolumen aufweisen, als ein reguläres Fahrrad.

-> das entspricht bei uns nahezu jedem E-Lastenrad  – kontaktiert uns dazu gerne über das B2B Kontaktformular >

Hingegen werden folgende Varianten nicht gefördert:

  • S-Pedelecs (bis zu 45 km/h)
  • Elektrisch angetriebene Fahrräder und Anhänger, die in erster Linie für den Personentransport genutzt werden (Rikschas)
  • gebrauchte Lastenfahrräder oder Lastenanhänger

Wie berechnet sich die Nutzlast?

Oftmals setzen die verschiedenen Förderprogramme eine bestimmte Nutzlast als Förderkriterium voraus. Doch wie genau berechnet sich die Nutzlast? Es gibt zwei einfache Formeln:

Nutzlast = Fahrer*innengewicht + mögliche weitere Zuladung

oder alternativ:

Nutzlast = maximal zulässiges Gesamtgewicht – Leergewicht

Ein kleines Beispiel:

Ein E-Lastenfahrrad hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 200 kg sowie ein Leergewicht (=Eigengewicht) von 50 kg. Somit ergibt sich mit obiger Formel eine Nutzlast von 150 kg. Damit kann dieses E-Lastenrad (soweit gewerblich genutzt) durch das Förderprogramm des Bundes unterstützt werden. 

Wer ist antragsberechtigt und wo kann der Antrag gestellt werden?

Antragsberechtigt sind:

  • private Unternehmen unabhängig von ihrer Rechtsform (einschließlich Genossenschaften) und der Art ihrer Tätigkeit (einschließlich freiberuflich Tätigen),
  • Unternehmen mit kommunaler Beteiligung,
  • Kommunen (Städte, Gemeinden, Landkreise)
  • Körperschaften / Anstalten des öffentlichen Rechts (z.B. Hochschulen),
  • rechtsfähige Vereine und Verbände.

Antragstellung:

  • Das elektronische Formular auf der BAFA-Seite vollständig ausfüllen
  • Mit dem Antrag ein unverbindliches Angebot über das Lastenrad / den Anhänger einreichen
  • Ggf. wird ein Nachweis über den Wirtschaftszweig, in dem der Antragsteller tätig ist, angefordert

Weitere Informationen zur E-Lastenrad-Richtlinie >

Weitere Informationen zur BAFA Lastenrad-Förderung

Das Bundesumweltministerium unterstützt mit der Lastenradförderung das Programm der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI), um zur Erfüllung der Klimaschutzziele beizutragen. Mit dem vermehrten Einsatz von Cargobikes sollen Lärmemissionen reduziert werden und die Entstehung von Feinstaub- und Stickoxid gemindert werden.

Cargobike Förderung
Staatliche Zuschüsse für gewerbliche Cargobikes

1.2 „Förderprogramm Barrierefreiheit für alle“ von Aktion Mensch

Die Aktion Mensch unterstützt seit 01.05.2021 mit dem „Förderprogramm Barrierefreiheit für alle“ die Mobilität von Menschen mit Behinderung, Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten sowie Kindern und Jugendlichen. Ziel soll es sein, dass alle Lebensbereiche für alle Menschen mit und ohne Behinderung zugänglich, erreich- und nutzbar sind.

Zur Erreichung  dieses Ziels fördert Aktion Mensch die Anschaffung von Elektro-Fahrrädern für mindestens zwei Personen. Diese Rikschas oder Tandems mit E-Motor sollen zur Stärkung der Mobilität und Teilhabe von Menschen mit Behinderung beitragen. Im Rahmen der sogenannten Mikroförderung stehen dabei bis zu maximal 5.000 Euro für den Zeitraum eines Jahres zur Verfügung. Gerichtet ist das Förderprogramm an gemeinnützige juristische Personen, wie: Vereine, Stiftungen, Kirchen oder Genossenschaften.

Das Team von GreenBike setzt sich für die Inklusion behinderter Menschen ein und unterstützt integrative Förderprogramme.

Zum Förderprogramm der Aktion Mensch >

2. Lastenrad-Förderungen der Bundesländer 

2.1 Landesebene: Baden-Württemberg

Lastenanhänger mit E-Antrieb und Cargobikes werden seit dem 01.05.2021 mit 25%, maximal 2.500 Euro bezuschusst. Berechtigt zur Antragstellung sind Unternehmen, privatrechtliche Körperschaften, Freiberufler und Vereine.

Hier geht es zur Lastenrad-Förderung Baden-Württemberg >

Update März 2021 : Das Fördervolumen wurde komplett abgerufen.

Mit der Initiative „elektrisch durchstarten“ unterstützt das Land Baden-Württemberg seit dem 01.06.2020 zudem den Ausbau der Elektromobilität. Es steht ein Fördervolumen von insgesamt 500.000 Euro zur Verfügung. Unterstützt werden private Cargobikes mit Pedelec E-Antrieb (auch S-Pedelec) mit maximal 500 Euro. Förderberechtigt sind alle E-Zweiräder und Pedelecs. Das Besondere an diesem Programm ist der Förderkreis: 15 bis 21-jährige junge Erwachsene mit Hauptwohnsitz im ländlichen Raum.

Hier geht es zur Elektromobilitäts-Förderung Baden-Württemberg >

Kommunal: Mannheim

Update November 2021 : Das Fördervolumen wurde komplett abgerufen. Erneute Antragstellung voraussichtlich ab Januar 2022 wieder möglich.

Die Stadt Mannheim konzentriert sich bei der Lastenrad-Förderung auf Privatpersonen und Körperschaften, um die gewerbliche E-lastenrad-Förderung auf Landesebene sinnvoll zu ergänzen. Ziel ist die Steigerung des Radverkehrsanteils im Mannheimer Binnenverkehr über die bisherigen 20 Prozent hinaus. Eine Antragstellung ist ab dem 29.07.2020 möglich. Gefördert werden Lastenräder mit 25% des Kaufpreises bis maximal 500 Euro. Auch E-Lastenräder erhalten einen Zuschuss von 25%, welcher bei 1000 Euro gedeckelt ist. Longtail-Lastenräder sind nur mit parallel erworbenem Zubehör, welches die Nutzlast erhöht, förderfähig.

Zusätzlich gibt es den Nachhaltigkeitsbonus von 500 Euro für den Verzicht auf ein KFZ nach 2 Jahren. Dafür dürfen Sie während dieser Frist kein KFZ besitzen und anschaffen oder der Haushalt bzw. die Körperschaft entscheidet sich innerhalb des ersten Jahres dazu, ein KFZ abzumelden. 

Hier geht es zur Lastenrad-Förderung Mannheim >

Kommunal: Stuttgart

In Stuttgart (Baden-Württemberg) werden insbesondere E-Lastenräder für Familien gefördert, um die angespannte Verkehrssituation auf den Straßen zu entspannen. Familien und Alleinerziehende mit mindestens einem Kind erhalten dabei bis zu 1.500 Euro. Seit 2020 gibt es 1.000 Euro als sofortige Lastenrad-Förderung. Nach drei Jahren der Nutzung des Cargobikes  werden 500 Euro als sog. Nachhaltigkeitsbonus gezahlt, wenn in diesem Zeitraum kein PKW in diesem Haushalt angemeldet war. Ab 2021 vermindert sich die Lastenrad-Förderung auf 800 Euro zuzüglich des 500 Euro-Bonus.

Hier geht es zum Lastenrad-Förderprogramm Stuttgart >

2.2 Landesebene: Bayern

Aktuell gibt es in Bayern keine landesweiten Zuschüsse für den Kauf von Lastenrädern.

Natürlich besteht die Möglichkeit, die bundesweite Förderung des Bundesumweltministeriums (BAFA) mit bis zu 2.500 Euro für gewerblich genutzte Räder in Anspruch zu nehmen.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche kommunale Projekte. Besuchen Sie dazu die offizielle Webseite Ihrer Stadt.

Kommunal: München

Seit dem 01.01.2020 können in München Privatpersonen, Unternehmen, gemeinnützige Organisationen und Wohnungseigentümergemeinschaften eine Lastenrad-Förderung mit 25% der Nettokosten bis maximal 1.000 Euro erhalten. Inkludiert sind zwei- als auch dreirädrige Elektroleichtfahrzeuge und Lastenpedelecs. Beratungsleistungen für Elektromobilität werden mit 80% bis höchstens 6.000 Euro durch die Stadt München gefördert.

Hier geht es zum Förderprogramm München E-Mobil >

Kommunal: Regensburg

In Regensburg werden Pedelecs mit bis zu 600 Euro für gewerbliche Antragsteller bezuschusst. Lastenfahrräder erhalten eine Förderung von bis zu 400 Euro und Fahrradanhänger 150 Euro, Lastenpedelecs bis zu 1000 Euro. Antragsberechtigt sind Privatpersonen und Gewerbetreibende gleichermaßen. Die Förderung kann bis zu 25% des Netto-Kaufpreises bzw. 25% der Netto-Leasingkosten betragen. Förderanträge werden ausschließlich auf postalischem Wege vor Kauf entgegengenommen.

Hier geht es zum Förderprogramm Regensburg >

Kommunal: Erlangen

In Erlangen wird der Kauf von Lastenfahrrädern mit einer Prämie von bis zu 30% des Nettopreises bis zum 31.12.2021 gefördert. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Vereine und Gewerbetreibende.

Hier geht es zur Lastenrad-Förderung Erlangen >

2.3 Landesebene: Lastenrad-Förderung in Berlin

Update Juli 2021 : Das Fördervolumen für 2021 wurde bereits nach kurzer Zeit ausgeschöpft.

Gewerbetreibende, Vereine und Freiberufler erhalten in Berlin maximal 1000 Euro für ein Lastenfahrrad und maximal 2000 Euro für ein E-Lastenfahrrad. Anträge werden von der Investitionsbank Berlin (IBB) abgewickelt. Geplanter Start war im Frühsommer 2020. Aufgrund der Corona-Pandemie verschiebt sich die neue Förderrunde allerdings auf Sommer 2021. Die Fördersumme beträgt 600.000 Euro.

Hier geht es zur Berliner Lastenrad-Förderung >

Zur Förderung der gewerblichen E-Mobilität hat der Wirtschaftssenat das Programm „WELMO“ aufgelegt. Seit dem 14.01.2021 können wieder Förderanträge eingereicht werden. Bezuschusst mit 500 Euro werden gewerbliche Cargobikes nur mit S-Pedelec-Antrieb

Hier geht es zum Welmo Mobilitäts-Programm >

2.4 Landesebene: Lastenrad-Förderung in Brandenburg

Das Land Brandenburg unterstützt seit dem 20.01.2021 den Kauf von neuen Lastenrädern. Antragsberechtigt sind Vereine, Gemeinden und Gewerbetreibende. Die Förderung gilt bis zum 31. Dezember 2022.

Hier geht es zur Lastenrad-Förderung Brandenburg >

2.5 Landesebene: Lastenrad-Kaufprämien Bremen

Aktuell gibt es in Bremen keine landesweiten oder kommunalen Zuschüsse für den Kauf von Lastenrädern.

Natürlich besteht die Möglichkeit, die bundesweite Förderung des Bundesumweltministeriums (BAFA) mit bis zu 2.500 Euro für gewerblich genutzte Räder in Anspruch zu nehmen.

2.6 Landesebene: #moinzukunft in Hamburg

Update September 2020: Das Fördervolumen von 700.000 Euro der zweiten Runde war am 01.09.2020 innerhalb einer halben Stunde ausgeschöpft. Momentan ist keine Antragstellung möglich.

Das Lastenrad Förderprogramm #moinzukunft für Hamburg. Zwischen dem 15.10.2019 und dem 31.12.2021 werden private und gewerbliche Neuanschaffungen von Lastenrädern mit oder ohne Pedelec-Antrieb als auch Lastenanhänger mit 33% gefördert. Im Detail erhalten Lastenräder mit E-Antrieb maximal 2000 Euro und Cargobikes ohne Antrieb sowie Anhänger bis zu 500 Euro Zuschuss. Bei Anschaffung eines E-Lastenrades und gleichzeitiger Verschrottung eines PKW´s gibts einen Abwrackbonus von 500 Euro on top.

Ob als Vereins-, Gewerbe-, Firmen- oder Privatrad ist dabei unerheblich. Wichtig ist nur, dass ihr den Erstwohnsitz in Hamburg habt und der Antrag auf Lastenrad-Förderung vor der Anschaffung gestellt wird.

Hier geht es zum Lastenrad-Programm der Stadt Hamburg >

2.7 Landesebene: Hessen

Update November 2021: Das Fördervolumen für private Cargobikes ist in 2021 ausgeschöpft. Es wird voraussichtlich eine zweite Förderrunde geben. Der Termin dafür ist noch nicht bekannt.

Update Juni 2021: Das Förderprogramm „Mehr-Klimaschutz-Programm“ unterstützt die Anschaffung von privaten Cargobikes. Dafür stehen in 2021 rund 1 Million Euro bereit. Gefördert werden Lastenräder und -anhänger mit und ohne Elektroantrieb. Die zweite Förderrunde wird frühestens im Juli starten. 

Im schwarz-grünen Koalitionsvertrag der hessischen Landesregierung wurde bereits im Jahr 2018 eine Kaufprämie für Lastenräder angekündigt. Neben privaten Lastenradprämien sollen insbesondere Förderungen für die Logistik-Branche bereit gestellt werden. 

Lastenräder ohne Elektroantrieb erhalten bis zu 500 Euro und E-Lastenräder bis zu 1000 Euro Zuschuss. Die Räder müssen für eine Mindestzuladung von 40 kg zugelassen sein (ohne Fahrer). Auch Lasten- und Kinderanhänger werden mit 100 bzw. 200 Euro gefördert. Leasingräder fallen aus der Lastenrad-Förderung ebenso wie große Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten und einem Jahresumsatz über 2 Mio. Euro.

Hier geht es zum Förderprogramm für private Cargobikes >

Kommunal: Frankfurt am Main

Update November 2021: Das Förderbudget für 2021 in Höhe von 200.000 Euro ist bereits für Privatpersonen ausgeschöpft. Juristische Personen (Vereine, Kleinunternehmen) können noch Anträge einreichen. Die nächste Förderrunde beginnt am 15. Februar 2022.

Der Magistrat der Stadt hat eine Förderung für Lastenräder beschlossen. Seit dem 15. April 2021 werden Lastenräder mit und ohne E-Motoren gefördert. Es können pauschal 500 Euro für Lastenräder ohne und 1.000 Euro für Lastenräder mit E-Antrieb beantragt werden. Der Förderkreis umfasst Privatpersonen, Vereine sowie Kleinunternehmen. Das Fördervolumen beträgt 600.000 Euro, verteilt auf drei Jahre. 

Hier geht es zum Radfahrportal der Stadt Frankfurt am Main >

Kommunal: Marburg

Im Rahmen des Klima-Aktionsplans 2030 unterstützt die Stadt Marburg seit dem 27. Juni 2020 den Erwerb eines Elektro-Lastenrads mit bis zu 750 Euro. Darin enthalten ist eine Grundförderung von 150 Euro beim Kauf sowie ein Vielfahrerbonus von 300 Euro bei Erreichen von 3.000 gefahrenen Kilometern innerhalb eines Jahres. Beim Überschreiten von 6.000 Kilometern gibt es weitere 300 Euro. Antragsberechtigt sind alle privaten Lastenradliebhaber mit Hauptwohnsitz in Marburg.

Hier geht es zur Lastenradförderung der Stadt Marburg >

2.8 Landesebene: Lastenrad-Förderung Mecklenburg-Vorpommern

Aktuell gibt es in Mecklenburg-Vorpommern keine landesweiten oder kommunalen Zuschüsse für den Kauf von Lastenrädern.

Natürlich besteht die Möglichkeit, die bundesweite Förderung des Bundesumweltministeriums (BAFA) mit bis zu 2.500 Euro für gewerblich genutzte Räder in Anspruch zu nehmen.

2.9 Landesebene: Niedersachsen

Update September 2021: Ab dem 22.09.2021 stellt das Land Niedersachsen 700.000 Euro bis zum 31.12.2021 für die Förderung von Lastenrädern zur Verfügung. Endlich gibt es eine Lastenradförderung Niedersachsen! Privatpersonen können einen Zuschuss von 800 Euro für ein E-Lastenrad und 400 Euro für ein CargoBike ohne Elektro-Antrieb erhalten. Auch Kommunen, Vereine und Betriebe sind antragsberechtigt.

Hinweis nach Mailanfrage bei der nbank: „Grundsätzlich erfolgt eine Bewilligung von Fördermitteln nach der Reihenfolge des postalischen Eingangs der Anträge.“

Unternehmen, Vereine, Stiftungen und kommunale Gebietskörperschaften können bis zu 10 Lastenräder fördern lassen, mehr Infos auf der Seite der nbank für Unternehmen.

Privatleute können ein Lastenrad pro Haushalt fördern, dazu gibt es eine separate Übersicht der nbank für Privatpersonen.

Kommunal: Hannover

Privatleute mit Wohnsitz in Hannover sowie hier ansässige Betriebe und Kommunen haben Anspruch auf die Lastenradförderung Niedersachsen (siehe oben). Ab dem 22.09.2021 wird die Anschaffung eines Elektro-Lastenrades mit 800 Euro und der Kauf eines Lastenfahrrades ohne Antrieb mit bis zu 400 Euro bezuschusst. Besucht uns gerne in unserem Lastenrad Laden Hannover-Laatzen. Dort könnt Ihr Probefahrten mit verschiedenen Modellen machen. Oder bestellt euer Lastenfahrrad bequem online.

Einen Termin im Lastenrad Store Hannover könnt Ihr hier buchen >

Kommunal: Oldenburg

Update November 2021 : Das Fördervolumen wurde komplett abgerufen. 

In Oldenburg werden Lastenräder mit bis zu 800 Euro bezuschusst, Lasten-Pedelecs sogar mit bis zu 1200 Euro. Auch der Kauf von Fahrradanhängern wird mit bis zu 150 Euro gefördert. Antragsberechtigt sind sowohl Privatpersonen als auch Gewerbetreibende, sowie Vereine.

Hier geht es zur Lastenrad-Förderung Oldenburg >

Kommunal: Gemeinde Wedemark

Die Gemeinde Wedemark unterstützt seit 01.01.2021 den Kauf von privaten E-Lastenrädern. Dabei wird pro Privathaushalt der Kauf von einem E-Lastenfahrrad mit bis zu 750 Euro gefördert. Die Förderung kommt allen Anwohnern zugute, die bei einem ortsansässigen Händler ihr E-Lastenrad erwerben. Achtung: das E-Lastenfahrrad ist mit Ökostrom zu laden!

Hier geht es zur E-Lastenrad-Förderung der Gemeinde Wedemark >

Kommunal: Hemmingen

In Hemmingen werden Lastenräder oder Lastenpedelecs mit einer Pauschale von max. 500 Euro bzw. 20 % des Kaufpreises bezuschusst. Der Antrag muss schriftlich bei der Stadt Hemmingen gestellt werden und kann zusätzlich zu anderen Fördermaßnahmen, z.B. des Bundes, gestellt werden.

Hier geht es zur Klimaschutz Förderrichtlinie Hemmingen >

2.11 Landesebene: Rheinland-Pfalz

Aktuell gibt es in Rheinland-Pfalz keine landesweiten Zuschüsse für den Kauf von Lastenrädern.

Natürlich besteht die Möglichkeit, die bundesweite Förderung des Bundesumweltministeriums (BAFA) mit bis zu 2.500 Euro für gewerblich genutzte Räder in Anspruch zu nehmen.

Darüber hinaus gibt es einige kommunale Projekte. So gibt es Förderprogramme in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Ingelheim und Mainz. Besuchen Sie dazu die offizielle Webseite Ihrer Stadt.

2.12 Landesebene: Saarland

Mit dem neuen Förderprogramm NMOB-Rad werden Privatpersonen, Unternehmen und Vereine beim Kauf eines Lastenrads oder Lasten-Pedelecs mit einem Zuschuss von bis zu 50 % (max. aber 1000€ / 2000€) gefördert. Der Wohnsitz bzw. die Betriebsstätte (bei Unternehmen) muss im Saarland sein.

Hier geht es zum NMOB-Rad Förderprogramm Saarland >

2.13 Landesebene: Sachsen

Update März 2021: Seit 09. März 2021 werden in Sachsen gewerbliche Lastenräder mit oder ohne E-Antrieb mit 500 bzw. 1500 Euro durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr gefördert.

Mit diesem Programm fördert die Landesregierung gewerblich und institutionell genutzte Lastenfahrräder sowie Lastenpedelecs. Der Förderkreis besteht aus Kleinstunternehmen, kleinen und mittleren Unternehmen, Vereinen, Kommunen sowie Zweckverbänden. Unterstützt werden Lastenfahrräder und Lastenpedelecs bis 1 Kubikmeter Transportvolumen und/oder bis 150 Kilogramm Nutzlast. Mindestzuladung ist 40 Kilogramm (zuzüglich Fahrer). Für den Kauf eines neuen Lastenfahrrads gibt es einen Zuschuss bis zu 500 Euro. Ein neues Lastenpedelec kann mit bis zu 1.500 Euro gefördert werden.

Hier geht es zur Lastenrad-Förderung Sachsen >

Darüber hinaus gab es einige kommunale Projekte. So gab es Förderprogramme in Chemnitz und Leipzig. Besuchen Sie dazu die offizielle Webseite Ihrer Stadt.

2.14 Landesebene: Sachsen-Anhalt

Update November 2021: Das Programm lief bis zum 30.09.2020 äußerst erfolgreich. Das Budget von 150.000 Euro ist seit Mai 2020 ausgeschöpft. Eine Neuauflage ist in Bearbeitung. Einen konkreten Starttermin für 2022 gibt es bisher nicht.

In Sachsen-Anhalt wird der Neuerwerb von Lastenrädern sowie Lastenpedelecs (Lastenfahrrad mit E-Antrieb) durch Privatpersonen, KMUs, Vereine, Kommunen und Verbände gefördert. Dabei muss das Lastenrad eine Zuladung von mindestens 40 kg haben. Für eine Lastenrad-Förderung in Sachsen-Anhalt darf auch hier noch nicht mit der Beschaffung begonnen worden sein und die Neuanschaffung muss anschließend auch in Sachsen-Anhalt genutzt werden, um einen Beitrag zur Verbesserung der Lebens-, Umfeld- und Umweltqualität im Bundesland beizutragen. Privatpersonen erhalten bis zu 1.500 Euro Zuschuss. KMUs, Verbände, Vereine und Kommunen können eine Förderung von bis zu 50 v. H. erhalten, jedoch nicht mehr als 1.500 Euro je Lastenrad. Die Förderung kann für höchstens 10 Lastenfahrräder beantragt werden. Bei 500 Euro liegt die Bagatellgrenze, soll heißen der Antrag mindestens muss über diesem Betrag liegen.

Hier geht es zur Lastenrad-Förderung Sachsen Anhalt >

2.15 Landesebene: Schleswig-Holstein

Update November 2021: Die Förderung von Lastenfahrrädern wurde vorerst gestoppt. Ein weiteres Programm für die Förderung von Lastenrädern ist für 2021 nicht geplant. Eventuell wird die Lastenrad-Förderung in 2022 wieder aufgenommen.

Schleswig-Holstein förderte im Jahr 2020 im Rahmen des Klimaschutz-Förderprogramms Lastenfahrräder für Privatpersonen mit Wohnsitz in Schleswig-Holstein. Derzeit verweist Schleswig Holstein auf die Förderung des Bundesumweltministeriums (BAFA).

Hier geht es zum Klimaschutz-Förderprogramm Schleswig-Holstein >

2.16 Landesebene: Thüringen

Das Thüringer Programm Cargobike Invest fördert neben der Anschaffung von Lastenrädern für Privatpersonen und Unternehmen auch Lastenanhänger, Abstellanlagen und Zubehör mit bis zu 40 Prozent. Voraussetzung für eine Lastenrad-Förderung ist eine Zuladungsmöglichkeit von mindestens 50 kg. Bis zu 3.000 Euro pro Rad sind je nach Ausführung möglich. 

Im Vorfeld des Kaufs muss der Antrag bei der Thüringer Aufbaubank eingereicht werden. Der zuvor bewilligte Zuschuss wird nach Einreichen des Zahlungsnachweises ausgezahlt.

Hier geht es zur Cargobike Invest Förderung Thüringen >

3. Weitere kommunale Lastenrad-Subventionen

Mit Programmen in Aachen, Bad Neuenahr-Ahrweiler, dem Landkreis Bamberg, der Stadt Celle, Karlsruhe und München existieren auf kommunaler Ebene diverse Initiativen zur Förderung des täglichen Lieferverkehrs auf der sog. letzten Meile mit Cargobikes. Aber auch als Privatperson könnt ihr die Vorteile eines Lastenrades nutzen und dafür hohe kommunale Förderungen zwischen 10% bis hin zu 50% beim Kauf eines Lastenbikes in Anspruch nehmen. Die Fördersumme in Hannover ist leider schon komplett verbraucht (Stand Dez. 2019). Laut Mail von der Region Hannover soll es wohl ab Mai etwas Geld von der Sparkasse geben, allerdings sind noch viele auf der Warteliste… Ob noch Geld für die Förderung eines Lastenfahrrad-Kaufs in Hannover übrig bleibt, ist ungewiss.

Die Vorteile eines Lastenfahrrads für Privatpersonen

Bei vielen Privatpersonen dient das Lastenfahrrad als Zweitwagenersatz und bietet eine Reihe von Vorteilen.

  • Budgetschonung – Zumeist ist das Lastenfahrrad in den Unterhalts- und Alltagskosten günstiger als ein zweites Auto, denn es fallen keine Kosten für Benzin, Parkgebühren und die Autoversicherung an.
  • Praktikabel – Innerhalb der Stadt ist man mit einem Lastenfahrrad meist schneller als mit einem Auto. Durch einen E-Antrieb wird die Fahrt bei voller Beladung oder bergauf erleichtert.
  • Spaß & Fitness – Dank der täglichen Nutzung des Lastenfahrrades verbringt man viel Zeit an der frischen Luft. Des Weiteren wird die Fitness verbessert.

Hinweis:

Alle Angaben in diesem Artikel sind ohne Gewähr. Weitere offizielle Informationen bekommst du auf der Seite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in Eschborn. Bei einer Förderung im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative wird die Inanspruchnahme von anderen Fördermitteln für dieselbe Maßnahme grundsätzlich ausgeschlossen.

Gerne beraten wir zur Förderrichtlinie in deiner Umgebung/Kommune.

Hinterlasse Deine E-Mail hier im Kontaktformular: Förderanfrage >

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Neue StVO-Fahrrad-Regeln: Sicher im Straßenverkehr

 

Auch für Radfahrer gilt die Straßenverkehrsordnung (StVO). Der Gesetzgeber hat umfassende Änderungen der Regeln vorgenommen. Erfahre hier die wichtigsten Neuerungen, wenn Du mit dem Fahrrad auf Tour bist.

Lange hat die Fahrrad-Gemeinde auf die Novelle der StVO gewartet. Nun hat das Bundesverkehrsministerium den Wünschen der Radfahrer Rechnung getragen. Eines vorweg: es gibt zahlreiche Erleichterungen für Radler, einige Verstöße werden aber auch richtig teuer.

StVO Fahrrad: Die wichtigsten Änderungen

Neue Verkehrszeichen

Ausweis von Fahrradzonen. Mit der Einführung eines neuen Verkehrszeichens können nun größere Verkehrsflächen zur Fahrrad-Zone deklariert werden. Vorbild ist hier die Tempo 30-Zone. Es gelten die gleichen StVO-Vorschriften wie auf einer Fahrrad-Straße. Das bedeutet: Fahrräder haben Vorrang und es gilt ein Überholverbot für Kfz. Vorrausetzung ist eine „hohe Fahrradverkehrsdichte“.

Zusätzlich sollen in Zukunft die Begrenzungen der Fahrradwege links und rechts mittels einer weißen durchgehenden Linie besser erkennbar gemacht werden. Dies hilft ins besonders bei Dunkelheit und außerorts.

Rechtsabbiegen mit dem Fahrrad. Radler dürfen nach der neuen StVO Fahrrad den grünen Rechtsabbiegepfeil mitbenutzen, wenn sie von einem Radweg oder Radfahrstreifen nach rechts abbiegen. Zusätzlich können ab sofort Städte und Gemeinden einen grünen Rechtsabbiegepfeil ausschließlich für den Radverkehr aufstellen. Dies soll den Radverkehr beschleunigen und wird in einigen europäischen Ländern bereits mit Erfolg angewandt.

„Radautobahnen“. Mit dem neuen Verkehrszeichen Radschnellweg soll ein schnelles und sicheres Fortkommen mit dem Fahrrad ermöglicht werden. Besonders entlang der wichtigsten Ein- und Ausfallrouten in Großstädten wird somit eine Alternative zum Auto für Pendler geschaffen.

Neufassung StVO: Schilder fürs Fahrrad
Änderung StVO: neue Schilder fürs Fahrrad

STVO Fahrrad: Mehr Sicherheit für Rad-Fahrer

Seitenabstand beim Überholen. Bislang galt in der StVO: es muss beim Überholen von Fahrradfahrern ein „ausreichender Seitenabstand“ von Kraftfahrzeugen eingehalten werden. Die ständige Rechtsprechung definierte „ausreichend“ mit 1,5 Metern Abstand zwischen Fahrzeug und Fahrrad. Mit der Novellierung der StVO wird der Abstand im Gesetzestext nun exakt definiert. Jetzt gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern innerorts sowie 2,0 Meter außerorts. Das gilt auch bei Fahrrädern mit Anhängern. Sollten diese breiter sein, so muss entsprechend mehr Abstand gehalten werden.

Parkverbot im Kreuzungsbereich. Befindet sich ein Radweg neben der Kreuzung oder im Einmündungsbereich so galt bisher Parkverbot innerhalb von 5 Metern ausgehend vom Fahrbahnkreuzungspunkt. In Zukunft wird dies auf 8 Meter erweitert. Damit sollen Einschränkungen der Sicht und somit gefährliche Situationen vermieden werden.

Auf Radschutzstreifen darf nicht länger gehalten werden! Bisher war ein verkehrsbedingtes Halten bis zu 3 Minuten erlaubt.

Positive Schritte in Richtung Verkehrswende

Ausdrücklich erlaubt: Nebeneinanderfahren. Von nun an dürfen zwei Radfahrer nebeneinander fahren, wenn sie niemanden behindern. Als Behinderung gilt das Blockieren überholwilliger Verkehrsteilnehmer. Zuvor galt die Regel: alle Radfahrer müssen einzeln nacheinander fahren. Nebeneinander fahren war nur in Ausnahmefällen erlaubt.

Personenbeförderung mit dem Lastenrad. Auf Lastenrädern die auch zum Transport von Personen gebaut und ausgelegt sind, darf nach der StVO-Neufassung jeder mitgenommen werden. Voraussetzung ist eine Sitzgelegenheit für jede Person und eine entsprechende Herstellerangabe. Damit können Familien ihre Kinder sicher und schnell mit dem Lasten-Fahrrad transportieren. Zudem ermöglicht diese Änderung den Betrieb von Fahrrad-Rikschas. Eine aufwendige Ausnahmegenehmigung, wie bisher, ist nicht mehr erforderlich.

Eigene Parkflächen. Nun juristisch eindeutig als „Fahrrad zur Beförderung von Lasten oder Personen“ definiert, kann das neue Sinnbild „Lastenfahrrad“ im Schilderwald platziert werden. Damit werden erstmals Park- oder Ladeflächen ausschließlich für Lastenräder möglich. Zeitgleich können ausgewählte Verkehrsbereiche für die Benutzung mit dem Lastenrad freigegeben werden.

Neue Verkehrszeichen: "Lastenfahrräder frei" und "Parken für Lastenfahrräder"
Neue Verkehrszeichen: „Lastenfahrräder frei“ und „Parken für Lastenfahrräder“

Änderungen im Bußgeldkatalog

Bußgelderhöhungen. Einige Verstöße im Straßenverkehr werden im Zuge der neuen StVO Fahrrad teurer. Das Fahren mit dem Fahrrad auf dem Gehweg steigt von 10 bis 25 Euro auf zukünftig 55 bis zu 100 Euro.

Fazit: Freie Fahrt für das Fahrrad

Deutschland wird fahrradfreundlicher. Mit diesen StVO-Fahrrad-Verbesserungen kommt der Gesetzgeber den Anforderungen der Radler entgegen und ebnet den Weg für moderne Verkehrskonzepte und klimafreundliche Mobilität. Wenn auch Du einen Beitrag zur Verkehrswende leisten möchtest, dann schau doch einfach mal in unserem greenbike-shop vorbei.

Das Malteser-Lastenrad: Ein Symbol der Hilfe und Freude

Am 29.01.2021 wurde die Altstadt Büdingens von einem Jahrhundert-Hochwasser heimgesucht und viele Menschen standen vor dem Nichts.
Das Hilfsbündnis „Büdingen: Kopf über Wasser“ hat mit dem Malteser-Lastenrad von GreenBike sofortige Hilfe geleistet.

Umweltfreundliche Einkaufsdienste für Senioren und Familien wollte der Malteser Hilfsdienst e.V. von nun an mit dem Cargobike durchführen. So erwarb der Verein im August 2020 ein Babboe Curve-E Lastenfahrrad in unserem Greenbike-Shop.

Das Malteser-Lastenrad: Vom Einkaufs- zum Krisenhelfer

Nach dem Hochwasser in Büdingen mit seinen großen Schäden haben sich der Malteser Hilfsdienst e.V. ad hoc mit der evangelischen und katholischen Kirchgemeinde Büdingen, der DITIB Türkisch-Islamischen Gemeinde Büdingen und dem Bündnis für Demokratie und Vielfalt zum Hilfsbündnis „Büdingen: Kopf über Wasser“ zusammengeschlossen.

Mit dem Babboe-Lastenrad sind die Malteser sofort gestartet und haben die Helferinnen und Helfer vor Ort mit warmen Getränken, Essen und Süßigkeiten versorgt, auch ein Lächeln war stets dabei.

Mit dem Malteser-Lastenrad auf Spenden-Tour

Anschließend initiierte das Hilfsbündnis eine Spenden-Tour nach Frankfurt. Die rund 50 Kilometer wurden mit dem Malteser-Lastenfahrrad von Mitgliedern des Hilfsbündnisses und Unterstützern gefahren.

Aufgrund der Corona-Pandemie-Lage konnte der Besuch mit dem Malteser-Lastenrad beim HR nicht umgesetzt werden. Der Bericht von Isidro Perez, Stadtbeauftragter der Malteser-Gliederung Büdingen, zu den Aufräumarbeiten in Büdingen fand als Live-Schalte mit dem HR statt. Das Interview mit Isidro Perez in der Sendung „Hallo Hessen“ ist über die ARD-Mediathek hier (ab 39:20 Min.) abrufbar:

Zum Beitrag in der ARD-Mediathek >

Das Malteser-Lastenrad wurde zum Zeichen des Hilfsbündnisses „Büdingen: Kopf über Wasser“ und hat dazu geführt, dass auf der Spenden-Tour weit über 100.000 € für die Betroffenen gesammelt werden konnte.

Wir danken Isidro Perez und dem Malteser Hilfsdienst e.V. für den unermüdlichen Einsatz. Wir sind sehr stolz, dass unser GreenBike-Lastenrad einen Beitrag leisten konnte und von den Menschen als Symbol der Hilfe und Freude gesehen wird.

Das GreenBike-Team

Gastbeitrag von Maike: Das Lastenrad, die Kinder und ich

In unserer Kategorie „Lastenrad Daily Life“ stellen wir Euch in regelmäßigen Abständen Erfahrungsberichte von Gastautor*innen und ihren Lastenfahrrädern vor. Wer Lust hat, seine Lastenrad-Erlebnisse mit der Greenbike-Community zu teilen, darf sich gerne bei uns melden. Heute erfahrt ihr mehr über den Alltag einer Mutter mit ihren Kindern und dem Transport per Lastenfahrrad von Maike.

Gastbeitrag von Maike: Das Lastenrad, die Kinder und ich weiterlesen

Buchtipp: Ein Lastenrad-Roadtrip mit der Familie

Mit einem Lastenrad und der jungen Familie bricht Andre Schumacher von Mecklenburg Richtung Spanien auf. Es sollte ein Abenteuer der besonderen Art werden. Ein inspirierender Lastenrad-Roadtrip für Alle mit Fernweh und der Lust am Reisen auf zwei Rädern.

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Warum ich KEIN AUTO habe – und es auch nicht haben will

Hallo Freunde und liebe Leser des Beitages, viele Bekannte fragen mich immer, ob ich denn kein Auto bräuchte und auch mein Vater versucht mir ständig eins aufzuzwingen: „Patrick, wenn du ein Mädel mal ins Kino einladen willst, dann kannst du sie doch nicht mit einem Fahrrad abholen“. Doch, das kann ich, dann aber mit der Rikscha – so etwas macht ja keiner 😉

Egal bei welchem Wetter, ich versuche so oft es geht, mit dem Rad zu fahren, sei es im Eisregen oder wenn Schnee liegt. Ich muss echt sagen, dass man sich einfach daran gewöhnt. Ich empfinde die Kälte im Winter auf dem Fahrrad nicht mehr als schlimm. Seit einigen Jahren habe ich nun schon kein Auto mehr. Sofern man immer eine Regenhose im Rucksack dabei hat, ist es überhaupt nicht unangenehm, auch wenn es von oben mal nass wird. Das regelmäßige Radfahren hat sich auch sogar sehr positiv auf meine Gesundheit ausgewirkt. Damals war ich oft krank, schnell hatte ich mir eine Erkältung eingefangen. Nun härtet mich das tägliche Radfahren draußen ab! Auch wenn du morgens ins Büro fährst, dann bist du auf jeden Fall wach, und viel motivierter, als würde man sich vom Auto kutschieren lassen.

Außerdem spart man auch ziemlich viel Geld und Nerven (Winterreifen wechseln, TÜV, irgendwas an der Elektronik kaputt usw.) – ich investiere das Geld lieber in Reisen und erweitere damit meinen Horizont 🙂

Versteht mich bitte nicht falsch, ich toleriere das, wenn jemand eine weite Strecke zur Arbeit hat, oder beruflich viel pendeln muss und dann das Auto nutzt, aber auf vielen kürzeren Strecken, vor allem in der Stadt ist das Fahrrad einfach die bessere Option – kostengünstig, schnell und gesundheitsfördernd. Und sollte die Strecke mal etwas länger werden gibt es ja E-Bikes oder Velomobile.

Mit Kindern, aber ohne Auto?

Viele sagen zu mir auch: „Patrick, wenn du später Familie hast, wird es schwer ohne Auto auszukommen“. Doch dafür gibt es auch eine Lösung, das Lastenfahrrad! Ich könnte mir gut vorstellen, später meine Kinder vorne in solch einem, wie ich finde, echt schicken Fahrrad zu transportieren, so fahre ich an jedem Stau in der Stadt vorbei und sollten mal keine Kinder drin sein, wird der Einkauf mit dem Cargobike transportiert. In Hannover hat eine Familie das ausprobiert und auf das Auto verzichtet, den Bericht dazu findet ihr auf der Seite Übermorgen der HAZ. Ich freue mich, wenn ihr persönlich damit schon Erfahrungen habt, oder Bedenken, schreibt diese gerne in die Kommentare! Auch jetzt schon ohne Kinder führe ich als Selbstständiger ein zeitlich sehr stark gefülltest Leben, mit dem Fahrrad schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe, während ich voran komme (Mobilität), mache ich gleichzeitig auch noch Sport. Das passt sich sehr gut, denn trotz dass ich Mietglied eines Fitnessstudios bin, komme ich leider zu selten zum Sport machen. So ist das fahrradfahren für mich optimal!

Euer Patrick

Food Bike für den mobilen Verkauf – Pizza Cargobike

von Patrick Held – Nichtsahnend bin ich heute im Hafven, dem Start-Up Hotspot in Hannover unterwegs, gerade auf der Suche nach Essen – da ist mir sehr schnell ein mobiler Pizzaverkäufer mit seinem Food Bike aufgefallen, der im Innenhof des Hafven Coworkingspaces vom Lastenrad Pizza backt und verkauft.

Natürlich sofort das Gespräch gesucht, so etwas sieht man ja auch nicht täglich, außer natürlich in Berlin;). Das Interessante fande ich die Stromversorgung. Das ganze Food Bike wird mit einem Akku betrieben, der kleiner als ein normaler E-Bike Akku ist. Mich wunderte es, dass dieses so reicht, aber laut Jörn, dem Gründer vom Rolling Flame muss das nur für den Kühlschrank und die Wasserpumpe reichen. Und es hält damit etwa einen Arbeitstag. Der Ofen wird mit Gas betrieben, sonst wäre es natürlich nicht mit einer etwa 300 Wh großen Batterie möglich.

Das Lastenfahrrad ist ein Mix aus Cargobike und Liegefahrrad, welches nach einem Baukastensystem aufgebaut ist und erweitert werden kann. Besonders lustig war, dass ich diese Fabrik des Bikes als Lieferanten für uns letztens angeschrieben habe, und ich dann das Cargobike direkt hier in Hannover sehe. (Ich hoffe doch Jörn, hättest du mich früher gekannt, dass du das über uns als Händler gemacht hättest – zwinker)

Wenn ihr Interesse an so einem mobilen Verkaufs Cargobike habt, schreibt uns gerne an. Als Profi für den fahrbaren Untersatz können wir da zusammen mit Jörn (Erfahrung in Sachen Aufbauten) sicherlich dein individuelles Verkaufsfahrrad zusammenstellen.

Umzug mit dem Lastenrad – geht!

Ende April haben wir einen Umzug mit dem Lastenrad in Hannover durchgeführt. Man muss sagen, es war von der Menge her nicht viel, ein 16 qm WG Zimmer mit Bett, Matratze, Schrank, Schreibtisch, Komode und diversen Umzugskartons, aber es war auch nicht grade wenig.

Und die Realität hat gezeigt: Auch Umzüge klappen mit dem Lastenrad! Wir sind von Hannover-Herrenhausen bis Hannover-Nordstadt gefahren und haben dort die neue Wohnung eingeräumt. Wir mussten nur einmal fahren, dank der geräumigen Lastenräder und dem großen hinterher Anhänger 🙂

Im Titelbild seht ihr das Foto in den Herrenhäuser Gärten.

So macht Mobilität Spaß, auch für die beiden anderen Helfer war es echt eine Freude – mit einem normalen Umzug kann man Bekannte ja nicht mehr motivieren mitzuhelfen, wenn man jedoch etwas besonderes macht, bekommt man auch gleich mehr Unterstützung, als kleiner Tipp für euren kommenden Umzug.

Ein kleines Video haben wir auch noch gemacht

Euer Patrick vom Team GreenBike

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VW baut nun auch Elektro-Lastenfahrräder

Auch im Bereich Mikromobilität ist VW engagiert. Auf der diesjährigen IAA Nutzfahrzeuge in Hannover hat das GreenBike Team ein neuartigtes Lastenfahrrad von VW gesehen. Das Besondere an dem Fahrrad ist die integrierte Neigetechnik. Bei Kurvenfahrten bleibt die Ware vorne auf der Ladefläche waagerecht und nur der Fahrer neigt sich mit. Angetrieben wird das Elektro-Cargobike von einem 48V Continental Elektromotor.

Es ist nicht das einzige Lastenfahrrad, welches auf der IAA Nutzfahrzeuge vorgestellt worden ist, für uns zeigt es klar den Trend, dass man Mobilität auch anders definieren kann und auf der letzten Meile doch noch etwas anderes als ein klassischer Transporter benötigt wird.

Erhältlich soll das Modell von VW ab nächstem Jahr sein, die Fertigung soll im Nutzfahrzeugwerk in Hannover stattfinden.

Auf dem untersten Bild ist noch eine Lastenbike von Gazelle zu sehen, normalerweise ist das klassische Gazelle Lastenrad ein Klassisches für Familien, hier nun aber auch eine Firmenfahrrad Version.

VW Lastenfahrrad mit Neigetechnik
Gazelle Lastenfahrrad mit Aluca Boxen
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Bis zu 2.500 € Kaufprämie für Lastenfahrräder

Info: Für die Leser, die ganz schnell zum Förderantrag wollen: Auf der BAFA Seite kann dieser direkt ausgefüllt werden.

Das Bundesumweltministerium sorgte mit der am 1. März 2018 in Kraft tretende Kleinserien-Richtlinie für Furore. Die Richtlinie besagt, dass gewerbliche Schwerlasträder mit einem Zuschuss von 30 %, jedoch höchstens 2.500 Euro bezuschusst werden. Für Antragsteller der Förderung ist es sicherlich wichtig zu wissen, dass aufgrund der derzeitigen Haushaltsführung die oben genannten Förderanträge erst nach Inkrafttreten des Haushaltsgesetzes 2018 bewilligt werden können. Dies soll aller Wahrscheinlichkeit nach der Sommerpause 2018 sein. Antragssteller können ihren Antrag dennoch bereits jetzt stellen, denn dieser wird sofort geprüft und auch bearbeitet.

Ankündigung der Förderung auf dem letzten Dieselgipfel

Die Förderung der gewerblichen Cargo-Bikes wurde von der Bundesregierung bereits Ende November 2017 im Rahmen des letzten Dieselgipfels angekündigt. Zwei Tage nachdem das Bundesverwaltungsgericht ein Urteil über die Zulässigkeit von Dieselfahrverboten auf den Weg brachte, tritt die neue Förderung in Kraft. Zunächst ist diese Förderung auf gewerbliche Schwerlasträder mit einem E-Antrieb beschränkt. Des Weiteren müssen die Cargo-Bikes über eine Zuladungskapazität von mindestens 150 Kilogramm verfügen und dabei ein Volumen von einem Kubikmeter aufweisen. Elektrifizierte Lastenanhänger und Gespanne fallen ebenfalls unter die Förderung. Die Förderung kann rückwirkend für Anschaffungen seit dem 29. November 2017 in Anspruch genommen werden und gilt auch für Leasingfahrzeuge. Ursprünglich sollte die Förderung schon für Cargo-Bikes mit einer Zuladung von 100 Kilogramm greifen. Das Bundesumweltministerium hat dies aktuell revidiert, da auch kleinere Cargo-Bikes in Kombination mit einem Anhänger gefördert werden.

Wo kann ein Antrag für eine Förderung gestellt werden?

Der Antrag für die Förderung kann genau wie für die Kaufprämie von E-Autos beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Eschborn/Hessen gestellt werden. Die Kleinserien-Richtlinie des Bundesumweltministeriums wurde durch die Förderung für Schwerlasträder im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative auf den Weg gebracht.

Wer und welche Schwerlastfahrräder sind antragsberechtigt?

  • Private Unternehmen unabhängig von der Rechtsform
  • Genossenschaften
  • Freiberufliche Tätige
  • Unternehmen mit kommunaler Beteiligung
  • Öffentliche, gemeinnützige und religionsgemeinschaftliche Hochschulen außer Volkshochschulen
  • Forschungseinrichtungen
  • Krankenhäuser und deren Träger
  • Kommunen (Städte, Gemeinden, Landkreise)

 

Nicht antragsberechtigt sind:

  • Unternehmen, die bereits eine Förderung für 100 elektrisch betriebene Lastenfahrräder, Schwerlastfahrräder im Sonne der Kleinserien-Richtlinie erhalten haben
  • Unternehmen, die in den letzten drei Steuerjahren ‚De-minimis‘-Beihilfen von insgesamt 200.000 Euro erhalten haben
  • Unternehmen, die einer Rückforderungsanordnung aufgrund eines früheren Beschlusses der EU-Kommission nicht nachgekommen sind
  • Unternehmen, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet wurde

 

Zu den förderfähigen Maßnahmen zählen:

  • Elektrisch angetriebene Lastenfahrräder
  • Lastenanhänger mit elektrischer Antriebsunterstützung
  • Gespanne aus Lastenfahrrad und Lastenanhänger. Hier muss mindestens ein Bestandteil über eine elektrische Antriebsunterstützung verfügen

Zu beachten gilt, dass die elektrisch angetriebenen Lastenfahrräder und -anhänger eine Nutzlast von 150 kg und ein Mindest-Transportvolumen von 1 Kubikmeter haben müssen.

Bei Gespannen mit einem nicht-motorisierten Teil muss das Gesamttransportvolumen mindestens 1 Kubikmeter betragen.

 

Bei uns im Shop wären das folgende Räder:

Nahezu jedes E-Lastenrad in Kombination mit einem Hinterher Anhänger.  Dabei reicht das Modell Hinterher Hxxl aus, wenn das Lastenrad mindestens 150 kg Nutzlast hat, und 225 Liter Volumen, also zum Beispiel das Douze G4e. Für weitere Infos hat Hinter ein genaues Förderungsdokument zusammengestellt oder wir bieten Ihnen eine kostenlose Beratung an, lassen Sie uns gerne eine Mail mit Rückrufnummer zukommen.

Oder, wenn nur ein Lastenrad gesamt gewünscht ist, das Yokler U:

Yokler Lastenfahrrad mit Förderung
Yokler Lastenfahrrad mit Förderung vom Bund

 

 

Nicht gefördert werden:

  • Elektrisch angetriebene Fahrräder und Anhänger, die in erster Linie für den Personentransport genutzt werden (Rikschas)
  • Elektrisch angetriebene Fahrräder und Anhänger, deren Transportfläche als Verkaufsfläche oder für Verkaufsaufbauten genutzt wird
  • Gebrauchte Schwerlastfahrräder oder Lastenanhänger
  • Neue Lastenfahrräder oder Anhänger mit überwiegend gebrauchten Bauteilen
  • Prototypen
  • Anschaffungen, die vor dem 29. November 2017 getätigt wurden, wobei Planungsleistungen vor dem Bewilligungszeitraum liegen dürfen

 

Wichtige Informationen zur Förderung

Die Förderung erfolgt als Projektförderung. Sie wird als Form der Anteils- bzw. Festbetragsfinanzierung und als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt.

Als Grundlage für die maximale Förderhöhe gelten alle projektbezogenen angefallenen Ausgaben innerhalb des Bewilligungszeitraums. Sind Antragssteller vorsteuerabzugsberechtigt, dann werden grundsätzlich die Nettobeträge angesetzt.

Ausgaben für die Anschaffung von elektrisch angetriebenen Lastenfahrrädern bzw. -anhängern und Gespanne sind die Ausgaben für die Anschaffung.

Als Fördersätze gelten 30 % der Anschaffungskosten, maximal jedoch 2.500 Euro.

Sind die Ausgaben außerhalb des Bewilligungszeitraums angefallen, dann sind diese nicht förderfähig. Hierzu zählen Finanzierungsraten, die außerhalb des Bewilligungszeitraums liegen.

 

Quelle für die Infos ist unter anderen die Seite des Bafas.

 

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